Welche Tools nutze ich?

Websites erstellen

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie jemand für sich Websites entwickeln kann. Und es gibt auch sehr viele Möglichkeiten, wie jemand für andere Websites entwickeln kann.

Warum ich mich nach einer eigenen custom CMS Lösung, nach Joomla und Typo3 für WordPress entschieden habe?

Weil es das beste und spassigste Tool ist? Nein. Am liebsten würde ich Websites entwickeln, welche meine Kunden gar nie anfassen und bei welchen kein CMS gebraucht wird.

Dann würde ich für die meisten Projekte kein WordPress nutzen sondern würde diese mit React/Next.js, Vue/Nuxt.js oder Svelte und Sveltekit umsetzen.

Warum ich alle Kundenprojekte mit WordPress umsetze ist nicht nur eine Technologie/Open Source Entscheidung, sondern hauptsächlich eine Business Entscheidung.

Es ist nunmal so, dass die meisten Kunden begrenzte Ressourcen in Form von maximalen Budgets und maximaler Zeit haben, in welchem Projekte umgesetzt werden müssen.

Dieser eine Fakt entscheidet schlussendlich darüber, mit welchen Tools was umgesetzt werden kann.

Das coolste wäre, wenn ich alles von Grund auf programmieren könnte und jedem Kunden immer genau das liefern könnte, was diese brauchen. Das ginge jedoch finanziell und zeitlich für die meisten nicht. Warum?

Weil es einen Unterschied macht, ob jemand 4 Monate auf eine Website wartet und dafür 20’000 bezahlt, oder jemand die Website in 2 Wochen erhält und er dafür 6’000 CHF bezahlt.

Was ich am krassesten finde, und warum ich WordPress nutze: Qualitativ hast du null Abstriche.

  • Ladezeit ist mit sauber umgesetztem Code, Caching und optimierten Assets auch um die 100-200ms je nach Website – also auch richtig schnell.
  • Barrierefreiheit nach WCAG AA ist genauso (wenn nicht sogar besser) gewährleistet als custom Lösungen. Wenn jemand eine Website mit Sveltekit und Svelt entwickelt, er aber keine Ahnung von Web Accessibility, WCAG oder Aria hat, dann ist die Website zu 90% nicht barrierefrei und kann ohne Maus nicht bedient werden.
  • Skalierbarkeit: Die ist mit WordPress gewährleistet. Ich habe Websites im Web, die seit 2014 laufen. Und nein, dort hat noch kein Update irgendetwas zerschossen.
  • Flexibilität: Mit WordPress kann ich jede Art von Website machen. Online Shops, Gewinnspiele, Verzeichnisseiten, Firmen-Websites, Blogs, Portfolios, mehrsprachige Plattformen, Landing Pages etc etc. Hier übertrumpft WordPress Tools wie Webflow oder Wix bei weitem. Webflow und Wix sind genial aber damit können nur spezifische Arten von Websites gemacht werden (das sehr gut, aber für spezifische Anforderungen sind sie nicht zu gebrauchen). Ich hatte noch kein WordPress zu Webflow/Wix Projekt. Aber schon einige Webflox/Wix zu WordPress, weil gewisse Dinge nicht möglich waren.

Häufige Mythen und Argumente gegen WordPress

  • WP sei nicht sicher. Dann ist Windows auch nicht sicher? Die meistgenutzten Tools, werden am häufigsten angegriffen. Hier braucht es etwas KnowHow, dann ist die Website abgesichert.
  • Update Horror. Jedes Update zerschiesst alles. Das ist nur so, wenn man einfach Plugins installiert (welche oftmals für gleiche Funktionen genutzt werden) und diese nicht nach Kompatibilitäten prüft. Ich hatte bisher nur einmal ein Problem nach einem Update. Und das war nach dem Neueinrichten der Caching Lösung behoben. (Dynamische Assetgenerierung änderte sich, dabei war das Update nicht rückwärtskompatibel). Nach Neugenerierung der htaccess und Einrichtung des Cachings, funktionierte alles wieder.
  • Page Builder sind schlecht. Dann nutze keinen -> hier zeigt sich sehr oft die immense KnowHow-Lücke, was WordPress eigentlich ist und wie es genutzt werden kann. Du brauchst kein Block Theme, kein FSE Theme oder auch kein Classic Theme. Du kannst WP auch nur als „Backend“ Lösung nutzen und mittels API im Frontend alles raushauen, was du willst. Jeder Vergleich den ich bisher gesehen habe hat nur eines aufgezeigt, die Dudes welche Tools wie Webflow oder Wix mit WordPress vergleichen, haben WordPress noch nie wirklich genutzt.
  • Mein Vergleich den ich hier gerne anbringe: Mit WordPress (auch mit Joomla, Typo3 etc.) können die gesamten Plattformen von Webflow und Wix nachgebaut werden. Tools/Frameworks wie WordPress spielen in einer ganz anderen Liga.
  • Wenn du WordPress mit Webflow und Wix vergleichen willst, dann mach das mit wordpress.com. Aber sicher nicht mit wordpress.org und einer eigens gehosteten Lösung. (Aber auch hier zeigt sich oft, die meisten kennen den Unterschied zwischen wordpress.com und .org nicht. Na bravo). So halten sich unsachliche und falsche Mythen aufrecht. So ein Käse!
  • WordPress ist ganz einfach und easy zu lernen. Die grösste Lüge da draussen! Ist es nicht. Wenn du No-Code Tools nutzen willst (und es dir egal ist, wie die Qualität des Codes ist (nicht barrierefrei, nicht gemäss Standards), kannst du Tools wie framer nutzen. Oder Wix oder Webflow (bei Wix ist zumindest die barrierefreiheit bei Navigationen gewährleistet, auch wenn du nicht programmieren kannst, bei Webflow wird es ohne Code Kenntnisse wieder schwieriger. Mit beiden Tools kannst du aber barrierefreie Websites umsetzen (mit Framer nicht).)

Welche Tools nutze ich warum?

Eins Vorweg, ohne Code-Kenntnisse und Wissen, wie du CSS, HTML, JavaScript und ab und zu PHP schreibst, kannst du mit all den Tools nichts anfangen.

Meine Perspektive:

  • Ich brauche eine stabile/skalierbare Lösung, welche sich ins WP Ökosystem einbettet und dort nicht zu viel ändert.
  • Das Tool stellt mir häufig genutzte Komponenten wie Modals, Accordions, Tabs, Slider zur Verfügung und ist von Grund auf barrierefrei (Aria Labels, Aria-expanded, Aria controls, Aria current page etc etc).
  • Kunden können auf einfache und schnelle Weise mittels Editor oder ACF Felder Inhalte selbst schnell anpassen.
  • Ich will mit den Tools alles machen können, alles.
  • Das Tool soll mehrere Jahre auf dem Markt sein und etabliert sein.

Was nutze ich dazu?

  • Kadence Full Bundle (schnell, barrierefrei, stabil, flexibel)
  • GeneratePress & GenerateBlocks (leicht, schnell, flexibel, barrierefrei – aber es braucht viel mehr custom Code. Ich sehe GeneratePress als Kadence vor 2-3 Jahren).
  • Oxygenbuilder (geht nicht für alles, weil er die WP Architektur anders nutzt. Bzw. es geht, aber Workarounds sind notwendig). Am liebsten würde ich alles damit machen. Ist wie Webflow für WordPress, einfach viel flexibler.

Was halte ich von:

Elementor?
Historisch gesehen eines der allerwichtigsten Plugins für WordPress. Die Popularität von WP ist mit Lösungen wie Elementor oder Divi enorm gewachsen.

Ich hatte es über einige Monate selbst im Einsatz für einige Projekte. Aber das ständige optimieren müssen, der damals semantisch nicht korrekte Code, und bei grösseren Versionen war nichts mehr miteinander kompatibel : Nicht geeignet für Kundenwebsties. Wenn du deine eigene damit machen willst, nur zu.

Bricks:
Hypetool. Habe es von Anfang an rege genutzt und von Anfang an feature/bug request gesendet. Das ewige geklickte nervt. Ich bin viel schnelle mit Gutenberg und custom css, als irgendwelche Frameworks von anderen zu lernen.
Es meint, es sei so flexibel wie Oxygen? Dabei kann ich keine Oxy Website mit Bricks umsetzen, weil es einfahc nicht geht