Reichen Accessability Plugins, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten?

Browser können schon alles, was solche Plugins anbieten

Hast du im Ernst das Gefühl, dass jemand der wirklich auf stärkere Kontraste und grössere Schriftarten angewiesen ist, ein Plugin braucht? Jeder vernünftige Browser bringt solche Tools und Tastenkombinationen schon mit sich. Die funktionieren aber nur, wenn die Website semantisch korrekt entwickelt wurde.

Die Anzeige von Schriftgrössen, Kontrasten, Bildern oder Animationen anpassen – das funktioniert alles mittels Browser-Internen Tools. Dafür braucht es keine Plugins.

Und es ist die Aufgabe der Designer:Innen und Entwickler:Innen dafür zu sorgen, dass Kontaste, Schriftgrössen, Abstände, Funktionalitäten und Layouts auch ohne zusätzliche Tools funktionieren.

Vorsicht walten lassen

Was ich oft gelesen habe ist, dass bspw. das (teure!) WordPress Plugin AccessiBe sehr gut sei und die WordPress Website barrierefrei mache. So ein grosser Player im Geschäft muss es ja wissen.

Es gibt verschiedene Personen/Entwickler und Gruppierungen, die sich seit Jahren für barrierefreie Webanwendungen einsetzen. Eine davon ist Adrian Roselli.

Und wenn ausgerechnet er einen Blog mit dem Titel „#AccessiBe Will Get You Sued“ schreibt, dann sollten alle Warnglocken läuten. Es lohnt sich also, da genauer hinzuschauen und die Marketingfloskeln der jeweiligen Anbieter nicht als bare Münze zu nehmen.

Weitere Ressourcen dazu – und warum „Quick Fix Solutions“ zu vermienden sind