OS & Tech-Stack Entscheidungen bei ADHS

Warum sollte ADHS hier ein Problem sein? Weil die Tendenz für völlig übertriebene Überoptimierungen da sind. Eine Schwierigkeit ist sehr oft, dass vieles unnötig komplizierter gemacht wird als nötig. Immer wieder kommt dieser innere Drang – das könnte ich noch effizienter machen, noch elegenter lösen, noch besser optimieren. Diese Eigenschaft ist nunmal da. Und sich immer wieder bewusst dagegen entscheiden und Energie einsetzen zu müssen, es eben nicht zu tun macht langfristig keinen Sinn.

Deshalb setze ich schon bei der Wahl der Hard- und Software an.

iPhone 13 Mini.

Warum nutze ich ein iPhone?

Weil ich mit Android viel zu viele Möglichkeiten habe. Das iPhone kannst du vielleicht zu 10% customizen – aber eigentlich nichtmal. Da bist du sehr stark eingeschränkt was möglich ist. Auf Android hast du unendlich Möglichkeiten wie was wo wann funktionieren soll. Viel zu viel Flexibilität.

MacOS

Beim OS bleibt mit dieser Überlegung nur noch die Entscheidung zwischen Windows und MacOS – weil Linux viel zu flexibel und anpassungsfähig ist.

Auch hier nutze ich aus Einfachheit und Schlichtheit seit 2012 nur noch MacOS. Ein entscheidender Punkt dafür ist, dass ich später innerhalb eines Tages auf irgendeine Linux Distro wechseln kann, ohne alles komplett neu zu lernen. Jedes Programm welches ich auf meinem Mac nutze, ist Linux kompatibel und nicht Mac only. Als Hardware nutze ich Mac – Software muss immer Linux & Mac kompatibel sein. Windows lasse ich links liegen. In spezifischen B2B Settings macht Windows viel Sinn – meine Kunden gehören eher in die MacOS & Linux Kategorie.

Und Preis-Leistungsmässig spielt Apple halt immer noch komplett in einer anderen Liga, weshalb auch hier die Wahl klar auf MacOS viel.

Tech-Stack

Go with the flow und hype & trendtools einsetzen.

Nein. HTML5, CSS/SCSS, Vanilla JS und Vanilla PHP.

Das einzige was ich nicht „Vanilla“ lasse ist CSS. Da nutze ich SCSS, verwaltet durch Vite.

Warum Vite und nicht Webpack? Einfachheit und weniger Möglichkeiten. Die Komplexität ist geringer.

Dann mag ich Vanilla PHP. Kein Timber/Twig, kein Blade. Ja, du schreibst einige Zeilen Code mehr. Aber nichts ist an irgendwelche Dependencies gebunden. Es braucht weder Composer und je nach Setup auch kein Node.

In 7 Jahren ist alles genau gleich lesbar wie heute. Kein Twig Upgrade, keine Anpassungen notwendig.

Auch deshalb nutze ich WordPress. Classic Theme – Customizer, Shortcodes, ACF. Old but gold. Wenn du programmieren kannst und dich gut mit HTML, CSS, JS und PHP auskennst, bist du viel effizienter damit als mit KirbyCMS, Statamic, OctoberCMS, Joomla oder was auch immer.

Ein Punkt ist dort noch wichtig. Je nach Software verzeiht es Server-Know-How Lücken. Wenn du WordPress für B2B und traffic starke Seiten einsetzt – dann musst du dich mit PHP, Caching und Serverstacks auskennen. Da reicht reines WP Wissen nicht.

Apache, Nginx oder LiteSpeed für WordPress?
Nginx oder LiteSpeed. Ein krass optimierter Nginx Server kommt sehr nahe an LiteSpeed konfigurationen.

Wenn du dich ab jetzt neu entscheiden musst und WordPress Ökosystem kompatibilität sehr wichtig ist, nutze LiteSpeed Enterprise. Du kannst deine .htaccess weiter nutzen. Viele Plugins funktionieren nur damit und gehen in reinen Nginx Setups nicht. Nicht, weil sie mit tweaks nicht gehen würden – sondern weil die Entwickler schlicht darauf verzichten es auch dafür anzupassen.